Förderung 2026

Förderung für Klimaanlagen 2026: Bund, Länder, PV und Steuer im Überblick

Unabhängigaus ÖsterreichMit Quellen belegt

Der Handwerkerbonus ist mit 28.02.2026 ausgelaufen, und beim Kesseltausch fördert der Bund nur Zentralheizungen mit wassergeführter Wärmeverteilung – Luft-Luft-Klimageräte fallen daher nicht darunter (Ableitung). Die ursprünglichen Kesseltausch-Mittel 2026 waren am 10. Juli ausgeschöpft; ab 2. November 2026 läuft eine Neuauflage mit bis € 5.000 für eine Wärmepumpe, für 2027 ist der Kesseltausch ab 4. Jänner angekündigt. Diese Übersicht zeigt, was Bund, Länder, PV-Förderung und Steuerrecht 2026 für Privathaushalte in Österreich vorsehen.

Klimavergleich RedaktionFachredaktion für Klimatechnik & Kältetechnik
Mai 20269 Min. LesezeitAktualisiert: 28.10.2026Wie wir recherchieren
Kurzantwort

In Österreich gibt es 2026 keine direkte Bundesförderung für Split-Klimaanlagen im Privatbereich. Der Kesseltausch der Sanierungsoffensive fördert den Austausch fossiler Heizungen, bei den Wärmepumpen Luft-Wasser, Wasser-Wasser und Sole-Wasser, und nur Zentralheizungen mit wassergeführter Wärmeverteilung; Luft-Luft-Klimageräte fallen daher nicht darunter (Ableitung). Die ursprünglichen Mittel 2026 waren am 10. Juli ausgeschöpft; ab 2. November 2026 läuft eine Neuauflage mit bis 5.000 € für eine Wärmepumpe, 2027 ab 4. Jänner (vorläufige Bedingungen). Die PV-Förderung (EAG, 2026: 150 €/kWp bis 10 kWp) gilt für die PV-Anlage, nicht für das Klimagerät; Antragsfrist des 3. und letzten Calls nach diesem Modell: 8.–22.10.2026, ab 2027 ist ein neues Modell angekündigt. Die Landesprogramme betreffen Heizungstausch und Wärmepumpe. Bei vermieteten Wohnungen können die Kosten Werbungskosten sein.

Wird eine Klimaanlage in Österreich 2026 gefördert?

Nein, eine reine Klimaanlage wird 2026 in Österreich nicht direkt vom Bund gefördert. Zwei Entwicklungen prägen 2026 das Bild: Der Handwerkerbonus ist mit 28.02.2026 ausgelaufen, und die Sanierungsoffensive 2026 – Registrierungen und Antragstellungen waren ab 24.11.2025 möglich – setzte beim Kesseltausch auf Luft/Wasser-, Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen. Für klassische Split-Klimaanlagen – technisch betrachtet Luft-Luft-Wärmepumpen – gibt es im Privatbereich keine direkte Bundesförderung.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Deutschland: Dort nennt die KfW im Programm 458 eine „Luft-Luft-Wärmepumpe (Klima-Split-Anlage)“ als geförderte Heizung – nur als Heizung und mit Anforderungen, unter anderem hydraulischem Abgleich bzw. Anpassung der Luftvolumenströme. Der Zuschuss beträgt dort von 30 % bis zu 80 % der förderfähigen Kosten. Diese Sätze gelten nur für Deutschland; in Österreich sind sie nicht abrufbar.

Gibt es den Handwerkerbonus 2026 noch?

Nein. Der Handwerkerbonus – 20 Prozent der Arbeitskosten bis zu einer Förderhöhe von 1.500 Euro pro Person und Wohnadresse (2025) – ist seit 28.02.2026 geschlossen; der Antrag für Leistungen 2025 war längstens bis 28.2.2026 möglich, die Frist für Nachreichungen endete laut WKO am 30. April 2026. Eine Nachfolgeregelung ist Stand Oktober 2026 nicht angekündigt. Was der Bonus umfasste und was für Klimaanlagen jetzt gilt, steht im Beitrag Handwerkerbonus beendet.

Was förderte der Bund 2026 beim Heizungstausch?

Die Sanierungsoffensive 2026 förderte zuletzt nur noch den Kesseltausch auf klimafreundliche Heizsysteme — in der ursprünglichen Aktion Wärmepumpen mit bis zu 30 %, maximal € 7.500 (Ein-/Zweifamilien- und Reihenhaus). Diese Mittel waren am 10. Juli 2026 ausgeschöpft. Ab 2. November 2026 läuft eine Neuauflage mit bis € 5.000 für eine Wärmepumpe, für 2027 ist der Kesseltausch ab 4. Jänner wieder mit bis € 5.000 angekündigt (Details unten). Abgewickelt wurde die Förderung über die Kommunalkredit Public Consulting (KPC), registriert wurde über sanierungsoffensive.gv.at. Für die Registrierung waren eine aktive ID Austria oder eine hochgeladene Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises nötig sowie ein Energieberatungsprotokoll des Bundeslandes.

Mit 2. Februar 2026 wurde der Sanierungsbonus für die thermisch-energetische Sanierung eingestellt, um die Förderungsaktion Kesseltausch weiterführen zu können; neue Anträge waren ab dann nur noch für den Kesseltausch möglich. Gefördert wurde der Austausch fossiler Heizungssysteme (Öl, Gas, Kohle/Koks-Allesbrenner, Elektrospeicherofen) durch klimafreundliche Alternativen.

Gefördert wurden in der ursprünglichen Aktion 2026 in Ein-/Zweifamilien- und Reihenhäusern (für den mehrgeschoßigen Wohnbau und Reihenhausanlagen gab es eine eigene Aktion):

  • Luft/Wasser-Wärmepumpen (Bundesförderung bis 7.500 €)
  • Sole/Wasser-Wärmepumpen (Bundesförderung bis 7.500 € + 5.000 € Bonus für Tiefenbohrung bzw. Brunnen)
  • Wasser/Wasser-Wärmepumpen (Bundesförderung bis 7.500 € + 5.000 € Bonus für Tiefenbohrung bzw. Brunnen)
  • Anschluss an klimafreundliche Nah-/Fernwärme
  • Holzzentralheizung (Pellets, Hackgut, Stückholz)

Die maximale Förderquote lag in der ursprünglichen Aktion bei 30 % der förderfähigen Investitionskosten. Die Kombination mit Landesförderungen ist laut Informationsblatt möglich.

In der ursprünglichen Aktion wurden Lieferungen und Leistungen gefördert, die ab dem 03.10.2025 erbracht wurden. Vor der Registrierung war eine Energieberatung nötig: Das Energieberatungsprotokoll des Bundeslandes war Pflicht-Bestandteil der Registrierung.

Parallel lief die Aktion „Sauber Heizen für Alle“ des Bundes für einkommensschwache Haushalte der untersten zwei Einkommensdezile. Auch dort wurden nur Systeme gefördert, die eine wassergeführte Wärmeverteilung aufweisen. Mit der Ausschöpfung der Budgetmittel endete auch die Registrierung für „Sauber Heizen für Alle 2026“; diese Aktion bleibt für 2026 beendet.

Was gilt beim Kesseltausch ab November 2026 und 2027?

Die ursprünglichen Kesseltausch-Mittel 2026 waren am 10. Juli ausgeschöpft. Ab 2. November 2026 läuft eine Neuauflage: Luft-Wasser-, Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe bis € 5.000, nur für Leistungen ab 7. Oktober 2026 und solange die Mittel reichen. Registrieren kann man sich ab 2. November 2026, längstens bis 31. Dezember 2026; maßgeblich für den Stichtag ist das Lieferdatum des Wärmeerzeugers. Nach der Registrierung ist das Förderbudget 9 Monate reserviert, in dieser Zeit wird umgesetzt und danach der Antrag gestellt.

Förderhöhen der Neuauflage für Ein-/Zweifamilien- und Reihenhäuser:

  • Luft/Wasser-, Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen: bis € 5.000; bei Tiefenbohrung bzw. Brunnen (nur Sole/Wasser, Wasser/Wasser) + € 5.000 Bonus
  • Luft/Wasser-Wärmepumpen mit einem Kältemittel-GWP zwischen 150 und 750: Bei Monoblockgeräten bis 50 kW und Splitgeräten bis 12 kW sinkt die Förderung um 20 %
  • Fernwärme bis € 4.000, Holzzentralheizung bis € 6.000

Die prozentuelle Begrenzung der ursprünglichen Aktion entfällt. Weiterhin gilt: nur Privatpersonen, nur Zentralheizungen mit wassergeführter Wärmeverteilung, ein Energieberatungsprotokoll des Bundeslandes ist nötig, Anlagen in Eigenregie sind ausgeschlossen. Eine Einkommensprüfung gibt es nicht.

Kesseltausch 2027: Anträge sind ab 4. Jänner 2027 möglich, solange das Budget reicht, längstens bis 31. Dezember 2027. Eine Vorabregistrierung gibt es nicht mehr: Der Antrag ist vor Umsetzung, Lieferung bzw. Baubeginn zu stellen, gefördert werden nur Leistungen ab Antragstellung. Für eine Wärmepumpe sind wieder bis € 5.000 vorgesehen. Die Bedingungen sind vorläufig; die finalen Förderbestimmungen sollen laut Ministerium im Dezember beschlossen werden. Für den Kesseltausch 2027 sind 179 Mio. Euro angekündigt (Pressemitteilung vom 15.10.2026).

Warum sind Split-Klimaanlagen in Österreich meist nicht förderbar?

Beim Kesseltausch fördert der Bund nur eine Zentralheizung mit wassergeführter Wärmeverteilung, auch in der Neuauflage ab 2. November 2026; Luft-Luft-Klimageräte fallen daher nicht darunter (Ableitung). Technisch ist eine Split-Klimaanlage eine Luft-Luft-Wärmepumpe (LLWP): Sie überträgt Wärme von der Raumluft an die Außenluft (Kühlbetrieb) oder umgekehrt (Heizbetrieb). Genau diese Bauart fehlt in der offiziellen Liste der förderbaren Systeme auf umweltfoerderung.at. In den FAQ der Aktion „Sauber Heizen für Alle“ steht ausdrücklich: „Im Rahmen der Förderungsaktion ‚Sauber Heizen für Alle‘ werden nur Systeme gefördert, die eine wassergeführte Wärmeverteilung aufweisen.“

Das Informationsblatt zum Kesseltausch nennt als Voraussetzung eine Zentralheizung mit wassergeführter Wärmeverteilung; die Wärme wird dabei über Heizkörper, Wand- oder Fußbodenheizung verteilt. Eine Split-Klimaanlage versorgt nur den Raum, in dem das Innengerät hängt; dass sie nicht unter diese Regel fällt, ist eine Ableitung aus dem Wortlaut.

Hilft die PV-Förderung bei einer Klimaanlage?

Die PV-Förderung des Bundes gilt für die Photovoltaik-Anlage und den Stromspeicher, nicht für das Klimagerät. Was eigener Solarstrom beim Kühlen bringt, rechnet der Beitrag Klimaanlage und Photovoltaik vor; dort stehen auch die PV-Förderungen von Tirol, Kärnten, Niederösterreich und Wien.

Die EAG-Investitionsförderung (Bund, Abwicklung über die EAG-Abwicklungsstelle) sieht für die Fördercalls 2026 bei PV-Anlagen vor:

  • 150 € pro kWp bis 10 kWp (Kategorie A), 140 € pro kWp über 10 bis 20 kWp (Kategorie B)
  • 150 € pro kWh Speicherkapazität, nur zusammen mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage
  • Made-in-Europe-Zuschlag: je +10 % für Module und Wechselrichter mit europäischer Wertschöpfung (EWR und Schweiz), zusammen höchstens +20 %; für den Speicher +10 %

Die Verordnung sieht für 2026 drei Fördercalls vor. Antragsfrist des 3. Calls 2026: 8. bis 22. Oktober 2026; laut Wirtschaftsministerium ist er der letzte nach diesem Modell. Ab 2027 ist ein neues Fördermodell angekündigt, Sätze und Termine lagen am 9.10.2026 nicht vor. Das Budget ist begrenzt, Kategorie A und B (bis 20 kWp) werden nach dem Zeitpunkt der Ticketziehung gereiht, ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Was der Betrieb einer Klimaanlage an Strom kostet, zeigt der Beitrag Klimaanlage Stromverbrauch; die Kosten für Gerät und Montage stehen im Kostenüberblick.

Welches Bundesland fördert Klimaanlagen 2026?

Die Landesprogramme für Private betreffen 2026 Heizungstausch und Wärmepumpe, in einigen Ländern auch Photovoltaik. Bei der Heizungsförderung verlangen Wien, Oberösterreich und Salzburg wassergeführte Systeme, Tirol ebenso nach seiner Wärmepumpen-Richtlinie 2024 für Neubau und Zubau (Stufe V; ob diese Fassung 2026 noch gilt, ist nicht bestätigt). Niederösterreich, Vorarlberg und das Burgenland nennen Luft-Luft-Geräte weder als förderbar noch als ausgeschlossen. Eine Landesförderung für reine Kühl-Split-Klimaanlagen ist uns nicht bekannt (Stand Oktober 2026).

BundeslandRelevantes Programm 2026Bezug zur Klimaanlage
WienSonnenschutzförderung; Förderung von HeizanlagenKeine Klimageräte-Förderung. Außenliegender Sonnenschutz: 50 % der Kosten, maximal € 1.500 je Wohneinheit (nur mehrgeschossiger Wohnbau, Hauptwohnsitz). Heizungsumstieg: 35 %, Wohnung maximal € 5.250, Eigenheim maximal € 8.000 – nur für den begünstigten Personenkreis (Einkommensgrenzen)
NiederösterreichLandesförderung für den Heizungstausch und für thermische SolaranlagenLuft-Luft-Geräte werden weder als förderbar noch als ausgeschlossen genannt. Mehr im Beitrag Kosten und Förderung einer Klimaanlage in St. Pölten
OberösterreichFörderprogramm für Wärmepumpen (Heizungstausch); für Betriebe: Energiesparverband-UnternehmensenergieberatungHeizungstausch: Nach dem Tausch muss ein wassergetragenes Heizsystem gegeben sein. Für Betriebe: Unternehmensenergieberatung 75 % gefördert, daneben Betriebliche Umweltoffensive mit bis zu 100 % der förderungsfähigen Beratungsleistungen – gefördert ist jeweils die Beratung, nicht die Klimaanlage
SalzburgFörderung Heizungsanlagen und thermische SolaranlagenKeine Klimageräte-Förderung bekannt; Wärmepumpen nur mit wassergeführter Heizverteilung
TirolFörderung hocheffizienter Wärmepumpen im neuen bzw. zu-/umgebauten Eigenheim (Richtlinie 2024, Stufe V; Geltung 2026 nicht bestätigt)Gefördert werden Wärmepumpen auf Basis eines wassergeführten Wärmeverteilsystems; eine Split-Klimaanlage fällt daher nicht darunter (Ableitung)
VorarlbergEnergieförderung Wärmepumpen (Land Vorarlberg)Gefördert werden Sole/Wasser-, Wasser/Wasser-, Luft/Wasser- und Abluft-Wärmepumpen; Luft-Luft-Geräte werden weder als förderbar noch als ausgeschlossen genannt
KärntenPV-Förderung (3.000 € pauschal, PV ab 5 kWp mit Speicher ab 5 kWh; Anträge 12.10.–31.12.2026)Gefördert ist die PV-Anlage mit Speicher, nicht die Klimaanlage
SteiermarkTausch erneuerbar betriebener Heizungssysteme (Steirischer Umweltlandesfonds)Ersatz mindestens 15 Jahre alter Biomassekessel oder Wärmepumpen; Wärmepumpe max. € 1.500 – bei Luft-Wasser-Wärmepumpen mit GWP 150–750 um 20 % reduziert. Klimageräte nennt die Richtlinie nicht; sie verlangt eine Zentralheizung mit wasserführendem Wärmeabgabesystem, eine Split-Klimaanlage fällt daher nicht darunter (Ableitung)
BurgenlandSonderförderung Heizungstausch 2026Ersatz eines fossilen Heizsystems in Ein-/Zweifamilien- und Reihenhäusern: 30 % der anrechenbaren Kosten, Basisbetrag höchstens € 2.000; „Luft-Luft“ und „Klimagerät“ kommen in der Richtlinie nicht vor

Hinweis: Stand Oktober 2026. Bundesländer-Förderungen ändern sich häufig. Klären Sie die aktuellen Konditionen vor Antragstellung direkt bei der zuständigen Landesabteilung oder im örtlichen Energieberatungszentrum.

Ist eine Klimaanlage steuerlich absetzbar?

Bei vermieteten Wohnungen können die Kosten Werbungskosten sein; ob sofort oder verteilt, hängt vom Einzelfall ab – Steuerberatung. Für die eigene Wohnung gilt allgemein: Aufwendungen für Haushalt und Lebensführung sowie Einrichtungsgegenstände der Wohnung sind nach dem Einkommensteuergesetz nicht abzugsfähig.

Im gewerblichen Bereich ist eine Klimaanlage Betriebsausgabe – über die Abschreibung. Befristet gilt zudem ein Investitionsfreibetrag von 20 % bzw. 22 % (Ökologisierung) für Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die nachweislich auf den Zeitraum nach dem 31.10.2025 und vor dem 01.01.2027 entfallen – ob eine Anlage IFB-fähig ist, klären Sie mit der Steuerberatung. Details im Beitrag Klimaanlage steuerlich absetzen.

Für Betriebe in Oberösterreich fördert das Land über den Energiesparverband die Unternehmensenergieberatung zu 75 %, über die Betriebliche Umweltoffensive bis zu 100 % der förderungsfähigen Beratungsleistungen – gefördert ist jeweils die Beratung, nicht die Klima-Investition. Mehr dazu im Ratgeber Förderungen für Betriebe.

Wie läuft der Förderantrag beim Kesseltausch?

Die Registrierung erfolgte 2026 online bei der KPC — in der ursprünglichen Aktion für geplante oder bereits umgesetzte Projekte mit Leistungen ab 03.10.2025; diese Mittel waren am 10. Juli ausgeschöpft. In der Neuauflage ab 2. November 2026 zählen nur Leistungen ab 7. Oktober 2026, registriert werden kann längstens bis 31. Dezember 2026. Ab 4. Jänner 2027 wird ohne Vorabregistrierung direkt vor der Umsetzung beantragt (vorläufige Bedingungen). So lief das Verfahren in der ursprünglichen Aktion 2026:

  • Erst Energieberatung, dann Registrierung: Ein Energieberatungsprotokoll des Bundeslandes war für die Registrierung erforderlich.
  • ID Austria oder Ausweiskopie: Die Registrierung konnte nur mittels aktiver ID Austria oder hochgeladener Kopie eines amtlichen Lichtbildausweises abgeschlossen werden.
  • Lieferungen und Leistungen ab 03.10.2025 waren förderfähig; Registrierungen und Antragstellungen waren ab 24.11.2025 möglich.
  • Nur Geräte aus der KPC-Liste waren förderbar — Liste auf umweltfoerderung.at.
  • Budget-Status auf sanierungsoffensive.gv.at — die ursprünglichen Mittel 2026 waren am 10. Juli ausgeschöpft; die Neuauflage ab 2. November 2026 läuft, solange die Mittel reichen; 2027 ab 4. Jänner mit vorläufigen Bedingungen (Stand Oktober 2026).
HintergrundHandwerkerbonus beendet: Was für Klimaanlagen jetzt gilt

Fazit

Wer 2026 in Österreich eine Klimaanlage anschafft, sollte keine Erwartungen aus dem deutschen System übertragen: Der Bund fördert Split-Klimaanlagen im Privatbereich nicht direkt, und eine Landesförderung für reine Kühl-Split-Klimaanlagen ist uns nicht bekannt (Stand Oktober 2026). Die PV-Förderung betrifft die PV-Anlage, die Landesprogramme betreffen Heizungstausch und Wärmepumpe. Bei vermieteten Wohnungen können die Kosten Werbungskosten sein.

Häufige Fragen

Ist die Klimaanlage in Österreich 2026 förderbar?

Im Privatbereich gibt es 2026 keine direkte Bundesförderung für Split-Klimaanlagen. Der Handwerkerbonus (20 %, max. 1.500 €) ist mit 28.02.2026 ausgelaufen. Beim Kesseltausch der Sanierungsoffensive fördert der Bund nur eine Zentralheizung mit wassergeführter Wärmeverteilung, bei den Wärmepumpen Luft-Wasser, Wasser-Wasser und Sole-Wasser; Luft-Luft-Klimageräte (Split) fallen daher nicht darunter (Ableitung). Die ursprünglichen Mittel 2026 waren am 10. Juli ausgeschöpft; ab 2. November 2026 läuft eine Neuauflage, ebenfalls nur für Systeme mit wassergeführter Wärmeverteilung.

Warum sind Split-Klimaanlagen in der Sanierungsoffensive 2026 nicht enthalten?

Die Sanierungsoffensive fördert den Austausch fossiler Heizungssysteme durch klimafreundliche Alternativen. Beim Kesseltausch fördert der Bund laut Informationsblatt – auch in der Neuauflage ab 2. November 2026 – nur eine Zentralheizung mit wassergeführter Wärmeverteilung; eine Split-Klimaanlage versorgt nur den Raum, in dem das Innengerät hängt, und fällt daher nicht darunter (Ableitung). Anders in Deutschland: Dort nennt die KfW im Programm 458 eine Luft-Luft-Wärmepumpe (Klima-Split-Anlage) als geförderte Heizung – nur als Heizung und mit Anforderungen.

Wie viel zahlt der Bund beim Kesseltausch für eine Wärmepumpe?

In der ursprünglichen Aktion 2026 betrug die Bundesförderung für Ein-/Zweifamilien- und Reihenhäuser bis zu 7.500 € für Luft/Wasser-, Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen; die Bundesförderung (inkl. Zuschläge) war auf maximal 30 % der förderfähigen Investitionskosten begrenzt. Diese Mittel waren am 10. Juli 2026 ausgeschöpft. In der Neuauflage ab 2. November 2026 gibt es bis zu 5.000 € ohne Prozentgrenze, nur für Leistungen ab 7. Oktober 2026. Für 2027 sind ab 4. Jänner ebenfalls bis zu 5.000 € angekündigt (vorläufige Bedingungen). Bei Tiefenbohrung bzw. Brunnen (Sole/Wasser, Wasser/Wasser) kommen jeweils 5.000 € Bonus dazu. Die Kombination mit Landesförderungen ist laut Informationsblatt zur ursprünglichen Aktion möglich.

Bis wann kann man sich für die Neuauflage des Kesseltauschs registrieren?

Die Registrierung für die Neuauflage ist ab 2. November 2026 möglich, solange die Mittel reichen, längstens bis 31. Dezember 2026. Gefördert werden nur Leistungen ab 7. Oktober 2026; maßgeblich ist das Lieferdatum des Wärmeerzeugers. Nach der Registrierung ist das Förderbudget 9 Monate reserviert, der Antrag folgt nach der Umsetzung. Für den Kesseltausch 2027 gibt es keine Vorabregistrierung: Der Antrag ist ab 4. Jänner 2027 vor der Umsetzung zu stellen (vorläufige Bedingungen).

Wie hilft eine PV-Anlage bei den Stromkosten der Klimaanlage?

Strom aus einer eigenen PV-Kleinanlage kostet laut einer Studie des Energieinstituts an der JKU Linz für die AK Oberösterreich etwa 8 bis 11 Cent pro kWh (Annahme 1.600 €/kWp inkl. Wechselrichter und Montage); Netzstrom kostet rund 31 Cent/kWh (mittlerer Wert der meistgenutzten Tarife der lokalen Anbieter laut E-Control-Preismonitor, Stand 1.10.2026). Was das beim Kühlen ausmacht, rechnet der Beitrag „Klimaanlage und Photovoltaik“ vor.

Wie viel Förderung gibt es für eine Photovoltaikanlage 2026?

Für die Fördercalls 2026 sieht die EAG-Investitionsförderung (Bund, Abwicklung über die EAG-Abwicklungsstelle) 150 € pro kWp bis 10 kWp (Kategorie A), 140 € pro kWp über 10 bis 20 kWp (Kategorie B) und 150 € pro kWh Speicherkapazität vor; mit Komponenten aus europäischer Wertschöpfung kommen Zuschläge von bis zu 20 % (PV) bzw. 10 % (Speicher) dazu. Antragsfrist des 3. und letzten Calls nach diesem Modell: 8. bis 22.10.2026; ein Rechtsanspruch besteht nicht; ab 2027 ist ein neues Fördermodell angekündigt (Stand 9.10.2026).

Kann ich die Klimaanlage steuerlich absetzen?

Für die eigene Wohnung gilt allgemein: Aufwendungen für Haushalt und Lebensführung sowie Einrichtungsgegenstände der Wohnung sind nicht abzugsfähig. Bei vermieteten Wohnungen können die Kosten Werbungskosten sein; ob sofort oder verteilt, hängt vom Einzelfall ab – Steuerberatung. Im Gewerbe ist die Klimaanlage Betriebsausgabe und unterliegt der Abschreibung; für Kosten, die auf die Zeit von 1. November 2025 bis 31. Dezember 2026 entfallen, gilt befristet ein Investitionsfreibetrag von 20 % bzw. 22 % – sofern die Anlage IFB-fähig ist, mit der Steuerberatung klären.

Welche Bundesländer-Förderungen für Klimaanlagen 2026 gibt es?

Eine Landesförderung für reine Kühl-Split-Klimaanlagen ist uns nicht bekannt (Stand Oktober 2026). Die Landesprogramme für Private betreffen Heizungstausch und Wärmepumpe; Wien, Oberösterreich und Salzburg verlangen dort wassergeführte Systeme. Für Betriebe fördert Oberösterreich die Unternehmensenergieberatung zu 75 % und über die Betriebliche Umweltoffensive bis zu 100 % der förderungsfähigen Beratungsleistungen – gefördert ist jeweils die Beratung, nicht die Klimaanlage. Kärnten: pauschal 3.000 € für 2026 errichtete private PV-Anlagen ab 5 kWp mit Speicher ab 5 kWh (Anträge 12.10.–31.12.2026). Klären Sie aktuelle Konditionen direkt bei der zuständigen Landesabteilung.

Gibt es einen Nachfolger des Handwerkerbonus 2026?

Stand Oktober 2026 ist kein Nachfolger des Handwerkerbonus angekündigt. Was der Bonus umfasste, steht im Beitrag „Handwerkerbonus beendet: Was für Klimaanlagen jetzt gilt“.

Quellen
  1. Sanierungsoffensive 2026 (KPC) — Förderprogramm, Budget-Information & Antragstellung (Meldungen 02.02.2026 und 10.07.2026, abgerufen 12.10.2026)
  2. Sanierungsoffensive (BMLUK/KPC) — Informationsblatt Kesseltausch 2026 Ein-/Zweifamilienhaus: Gegenstand, Förderhöhe, wassergeführte Wärmeverteilung, Registrierung, Stichtag 03.10.2025 (Version 10/2025)
  3. Sanierungsoffensive (BMLUK/KPC) — Informationsblatt Kesseltausch 2026 Ein-/Zweifamilienhaus/Reihenhaus, Neuauflage ab 02.11.2026: Registrierung, Stichtag 07.10.2026, Förderhöhen (Version 10/2026, abgerufen 25.10.2026)
  4. Sanierungsoffensive (BMLUK/KPC) — FAQ Kesseltausch 2026 und Neuauflage: keine prozentuelle Begrenzung, nur wassergeführte Wärmeverteilung (Version 10/2026, abgerufen 25.10.2026)
  5. Sanierungsoffensive (BMLUK/KPC) — Informationsblatt Kesseltausch 2027 Ein-/Zweifamilienhaus/Reihenhaus: Antrag ab 04.01.2027, Förderhöhen (Version 10/2026, vorläufig, abgerufen 25.10.2026)
  6. BMLUK — Presse „500-Millionen-Euro-Booster für Klimamaßnahmen sowie Bau und Handwerk“: Neuauflage Kesseltausch, Budget 2027, finale Bestimmungen im Dezember (15.10.2026)
  7. Umweltförderung (KPC) — Liste der förderungsfähigen Heizungssysteme für „Sauber Heizen für Alle" und Sanierungsoffensive (abgerufen 12.10.2026)
  8. KPC/BMLUK — Informationsblatt „Sauber Heizen für Alle“ 2026: Zielgruppe (Version 01/2026)
  9. KPC/BMLUK — FAQ „Sauber Heizen für Alle“ 2026: nur Systeme mit wassergeführter Wärmeverteilung (Version 06/2026)
  10. BMLUK — Presse „Sanierungsoffensive 2026: Alle Fördermittel abgeholt“: Ende der Registrierung „Sauber Heizen für Alle 2026“ (13.07.2026)
  11. klimaaktiv (BMLUK) — Förderdatenbank für Energiewende, Heizungstausch und thermische Sanierung 2026 (abgerufen 13.10.2026)
  12. BMLUK — Sanierung/Kesselaustausch (abgerufen 13.10.2026)
  13. oesterreich.gv.at — Sanierungsoffensive (letzte Aktualisierung 06.08.2026, abgerufen 13.10.2026)
  14. KfW (Deutschland) — Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458): Zuschuss von 30 % bis zu 80 %, Luft-Luft-Wärmepumpe als Heizung (abgerufen 12.10.2026)
  15. BMWET — Antragsstart Handwerkerbonus: 20 % der Arbeitskosten, 1.500 € pro Person und Wohnadresse (27.02.2025)
  16. WKO — Handwerkerbonus: Förderaktion ausgelaufen (Antragsende 28.02.2026, Nachreichfrist bis 30.04.2026)
  17. OÖ Energiesparverband — Energieberatung für Unternehmen: 75 % Landesförderung der Beratung (abgerufen 12.10.2026)
  18. Land Oberösterreich — Betriebliche Umweltoffensive: Beratungsförderung bis zu 100 % (abgerufen 12.10.2026)
  19. Stadt Wien — Sonnenschutzförderung: 50 %, maximal 1.500 € je Wohneinheit (abgerufen 12.10.2026)
  20. Stadt Wien — Errichtung, Umstellung, Nachrüstung von Heizanlagen: Förderungsvoraussetzungen (abgerufen 13.10.2026)
  21. Energie- und Umweltagentur NÖ — Förderungen für Heizung und thermische Solaranlagen: Landesförderung für den Heizungstausch und für thermische Solaranlagen (Stand Juli 2026, abgerufen 07.10.2026)
  22. Land Oberösterreich — Förderprogramm für Wärmepumpen, Fernwärmeanschlüsse und thermische Solaranlagen: wassergetragenes Heizsystem (Laufzeit 2026, abgerufen 07.10.2026)
  23. Land Salzburg — Förderungsrichtlinien Heizungsanlagen und thermische Solaranlagen: Wärmepumpe mit wassergeführter Heizverteilung (gültig ab 01.08.2025, abgerufen 07.10.2026)
  24. Land Tirol — Richtlinie zur Förderung von hocheffizienten Wärmepumpen 2024, Stufe V: wassergeführtes Wärmeverteilsystem (abgerufen 07.10.2026; Geltung 2026 nicht bestätigt)
  25. Energieinstitut Vorarlberg — Förderung Wärmepumpen (Land Vorarlberg): geförderte Wärmepumpen-Arten (zuletzt geändert 29.07.2026, abgerufen 07.10.2026)
  26. Land Steiermark — Förderungsrichtlinie „Tausch erneuerbar betriebener Heizungssysteme“ 03-2026 (gültig ab 01.03.2026)
  27. Land Burgenland — Sonderförderaktion Heizungstausch 2026 mit Richtlinie (abgerufen 13.10.2026)
  28. Land Kärnten — Photovoltaik: Zweiter Fördercall (09.10.2026)
  29. RIS — EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom (EAG-IZV), § 4 Abs. 5 kein Rechtsanspruch, § 5 Fördersätze und Calls 2026, § 6 Made-in-Europe-Zuschlag (Fassung vom 9.10.2026)
  30. EAG-Abwicklungsstelle — Investitionszuschuss Photovoltaik und Speicher: Reihung, Speicher (abgerufen 9.10.2026)
  31. BMWET — Pressemeldung „Letzter EAG-PV-Fördercall startet am 8. Oktober“ (7.10.2026)
  32. Energieinstitut an der JKU Linz für AK Oberösterreich — Kosten und Chancen der Energiewende, Endbericht: Stromgestehungskosten PV-Kleinanlage (11/2025)
  33. E-Control — Preismonitor „1. Oktober 2026 Strompreise in Österreich“: günstigstes Angebot je Netzgebiet und Preise der lokalen Anbieter, Haushalt 3.500 kWh (Stand 1.10.2026)
  34. RIS — § 16 EStG 1988, Werbungskosten (Fassung BGBl. I 97/2025, abgerufen 13.10.2026)
  35. RIS — § 20 EStG 1988, nicht abzugsfähige Aufwendungen (Fassung BGBl. I 194/2022, abgerufen 13.10.2026)
  36. Unternehmensserviceportal (BMF) — Investitionsfreibetrag (Stand 01.01.2026)
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