Die Faustformel-Schätzung in einer Minute — damit Sie Angebote einordnen können und wissen, worüber Sie mit dem Fachbetrieb sprechen.
So rechnet die Engine je Raum: Fläche × spezifische Kühllast (W/m²). Die spezifische Kühllast startet beim Gebäudetyp — rund 60 W/m² für Passivhäuser bis 95 W/m² für unsanierten Altbau, jeweils inklusive eines üblichen Sonnenanteils — und wird moduliert: Nordräume −20 %, Süd/Süd-West +12–15 %, große Glasflächen +15 %, Dachgeschoss +15 %, Außenbeschattung −12 %. Diese Faktoren entsprechen den Richtwerten aus der Fachpraxis (Nordraum 60–70, normaler Wohnraum 70–85, Süd/West/Dach 90–100 W/m²). Stationäre Abschätzung mit Auslegungsreserve — keine Kühllastberechnung nach ÖNORM H 6040, die Speichermassen und Tagesgänge dynamisch berücksichtigt.
Hinweis: Unverbindliche Schätzung auf Basis üblicher Faustwerte je Quadratmeter (spezifische Kühllast nach Gebäudetyp und Raumtyp, Zuschläge für Sonneneinstrahlung, Verglasung und Dachlage). Gerechnet mit derselben Engine wie der Kostenrechner. Keine Kühllastberechnung nach Norm, keine Kauf- oder Produktempfehlung.
Sie kennen jetzt die nötige Kühlleistung. Der Kostenrechner zeigt Ihnen — mit denselben Räumen — den Richtwert für Gerät, Montage und Betrieb.
Weiter zum Kostenrechner Lieber gleich Angebote anfordernAusgangspunkt ist die spezifische Kühllast in Watt je Quadratmeter — der Wert, mit dem auch Fachbetriebe grob rechnen. Ein gut gedämmter Neubau liegt bei rund 70 W/m², ein Bestandsbau bei etwa 80, ein unsanierter Altbau bei 95 W/m²; ein Passivhaus darunter (~60). In diesen Werten steckt schon ein üblicher Sonnenanteil. Darauf wirken Zuschläge und Abschläge: ein Nordzimmer mit wenig Sonne braucht rund 20 % weniger, Süd- und Süd-West-Lagen etwa 12–15 % mehr, große Glasflächen +15 %, ein Dachgeschoss +15 %. Eine außenliegende Beschattung senkt die Last spürbar. Dazu kommt ein fester Anteil für Personen und Geräte im Raum. Als grobe Merkregel für Standardräume: etwa 1 kW Kühlleistung je 10–13 m² — ein Nordzimmer braucht weniger, ein Westzimmer mit Glasfront mehr. Die Richtwerte 60–70 W/m² für Nordräume, 70–85 für normale Wohnräume und 90–100 für Süd-, West- und Dachlagen entsprechen der Fachpraxis.
Das Ergebnis landet fast immer in einer der üblichen Single-Split-Geräteklassen: 2,5 — 3,5 — 4,2 — 5,0 — 6,0 — 7,0 kW. In Angeboten heißen sie oft „25er" oder „35er" — gemeint ist die Kühlleistung mal zehn. Bei mehreren Räumen zeigt der Rechner je Raum die Klasse und dazu, ob ein Multisplit mit einem Außengerät oder je Raum ein Monosplit in Frage kommt — was davon günstiger ist, gehört in den Kostenrechner und in die Planung des Fachbetriebs.
Richtwerte für einen Wohnraum. Die Fläche hängt stark von der Ausrichtung ab, nicht nur von der Gerätegröße — dieselbe Klasse kühlt ein beschattetes Nordzimmer über doppelt so groß wie eine Westglasfront.
| Geräteklasse | BTU/h | Nordzimmer wenig Sonne |
normaler Raum Ost / West |
Süd / West große Fenster |
Glasfront + Dach viel Sonne |
|---|---|---|---|---|---|
| 2,0 kW | 7.000 | bis 24 m² | bis 19 m² | bis 17 m² | bis 15 m² |
| 2,5 kW | 9.000 | bis 34 m² | bis 27 m² | bis 23 m² | bis 20 m² |
| 3,5 kW | 12.000 | bis 49 m² | bis 39 m² | bis 34 m² | bis 30 m² |
| 4,2 kW | 14.000 | bis 61 m² | bis 49 m² | bis 42 m² | bis 37 m² |
| 5,0 kW | 18.000 | bis 72 m² | bis 58 m² | bis 50 m² | bis 43 m² |
| 7,1 kW | 24.000 | bis 116 m² | bis 93 m² | bis 81 m² | bis 70 m² |
Umrechnung: 1 kW ≈ 3.412 BTU/h. Richtwerte für Bestandsbau, rund 2,6 m Raumhöhe, mit Auslegungsreserve für Hitzetage. Dass dieselbe Klasse ein Nordzimmer fast doppelt so groß kühlt wie eine Glasfront, zeigt: die Fläche allein entscheidet nicht — im Zweifel oben den Raum durchrechnen.
Warum die Größe so wichtig ist: Ein zu kleines Gerät läuft im Hochsommer durch, ohne die Zieltemperatur zu erreichen. Ein deutlich zu großes taktet — es schaltet ständig ein und aus, entfeuchtet schlechter und verschleißt schneller. „Größer ist sicherer" stimmt bei Klimaanlagen also ausdrücklich nicht. Ausführliche BTU-Tabellen nach Raumgröße finden Sie im Ratgeber Kühlleistung berechnen; was die passende Anlage kostet, zeigt der Kostenrechner.
Bei durchschnittlicher Dämmung typischerweise für Räume um 30–40 m². Mit großen Südfenstern oder im Dachgeschoss eher am unteren Ende, in gut gedämmten Neubauten auch darüber. Der Rechner oben grenzt das mit Ihren Angaben konkret ein.
1 kW entspricht rund 3.412 BTU/h. Die gängigen Klassen: 9.000 BTU ≈ 2,6 kW, 12.000 BTU ≈ 3,5 kW, 18.000 BTU ≈ 5,3 kW. Faustwert zurück: BTU-Zahl durch 3.400 teilen ergibt die Kühlleistung in kW.
Je nach Dämmstandard 60–95 Watt Kühlleistung pro m² Grundlast, plus Zuschläge für Sonne, Dachlage und Wärmequellen. Für typische Wohnräume ergibt das grob 1 kW je 10–15 m² — ein 25-m²-Zimmer landet so meist bei 2,0–2,5 kW.
Zu klein: Das Gerät läuft an heißen Tagen im Dauerbetrieb und erreicht die Wunschtemperatur trotzdem nicht. Zu groß: Es taktet — häufiges Ein- und Ausschalten bedeutet schlechtere Entfeuchtung, mehr Verschleiß und oft auch mehr Verbrauch. Die passende Größe schlägt beide Extreme.
Das hängt an Effizienzklasse, Nutzungsdauer und Strompreis — nicht allein an der kW-Zahl. Mit dem Ergebnis von oben können Sie das im Stromkostenrechner durchrechnen; was Gerät und Montage kosten, zeigt der Kostenrechner.
Nein. Der Rechner liefert eine Faustformel-Schätzung, damit Sie Angebote einordnen können. Die verbindliche Dimensionierung — inklusive Kühllastberechnung nach Norm — macht der Fachbetrieb vor Ort, der Fenster, Bauweise und Nutzung im Detail bewertet.