Gibt es 2026 einen direkten Zuschuss für die Büro-Klimaanlage?
Wer für eine neue Split- oder VRF-Anlage im Büro, in der Praxis oder im Verkaufsraum einen Investitionszuschuss des Bundes sucht, findet folgenden Stand vor: Auf der Programmübersicht der KPC für Betriebe ist unter den laufenden Programmen keines mit „Klimatisierung“ oder „Kühlung“ im Titel angeführt (Abruf 02.10.2026). Das frühere Programm „Klimatisierung und Kühlung“ der Umweltförderung im Inland (UFI) wurde per 30. Juni 2025 eingestellt; bis dahin eingereichte Anträge werden noch nach den damaligen Bestimmungen behandelt. Schon dieses Programm führte Kompressionskälteanlagen zur Klimatisierung und Split-Klimageräte unter den nicht förderungsfähigen Anlagen. Als Grund für das Ende des Programms nennt die KPC die zunehmenden ordnungsrechtlichen Verpflichtungen aus der F-Gas-Verordnung.
Auch die Wärmepumpenförderung der UFI ist auf Wärme ausgerichtet. Laut Informationsblatt „Wärmepumpen ≥ 100 kW“ (Version 04/2026) werden elektrisch betriebene Wärmepumpen mit mehr als 100 kW Nennwärmeleistung gefördert, die überwiegend Heizwärme, Warmwasser oder Prozesswärme erzeugen; Wärmepumpen, die zur Kältebereitstellung ausgelegt wurden, und Split-Klimageräte sind dort ausdrücklich ausgeschlossen. Unter 100 kW wird der Ersatz eines fossilen Heizungssystems gefördert. Als Wärmepumpen nennt das Informationsblatt dazu (Version 06/2026) Luft/Wasser-, Wasser/Wasser-, Sole/Wasser- und Abluft/Wasser-Geräte; nicht förderungsfähig sind Wärmepumpen, die überwiegend zur Kälteerzeugung eingesetzt werden. Was das für Heizen mit Split- und VRF-Anlagen bedeutet, steht im Ratgeber Halle und Betrieb mit Klimageräten heizen.
Maßgeblich für die Förderung im Schwerpunkt „Energiesparmaßnahmen“ ist die erzielte CO₂-Einsparung; sie wird von der KPC ermittelt. Die folgenden Abschnitte zeigen, was 2026 belegt ist: Free Cooling und Wärmerückgewinnung in der UFI, die Landesebene und die Steuer.
Was fördert die Umweltförderung im Inland (UFI) tatsächlich?
Abwicklungsstelle der UFI ist die Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Der eigene Förderschwerpunkt „Klimatisierung und Kühlung“ wurde per 30. Juni 2025 eingestellt. Free-Cooling-Systeme hat die KPC für alle Genehmigungen ab 4. Oktober 2025 in den Förderungsschwerpunkt „Energiesparmaßnahmen“ aufgenommen. Dort werden Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz bei gewerblichen und industriellen Anlagen und Prozessen mit überwiegend betrieblicher Nutzung gefördert. Die Förderung wird als einmaliger, nicht rückzahlbarer Investitionskostenzuschuss vergeben.
Die Fördersätze laut Informationsblatt (Version 04/2026): Bei förderungsfähigen Investitionskosten bis 150.000 Euro beträgt der Satz 15 % der Förderungsbasis für Großunternehmen, 20 % für mittlere und 25 % für kleine Unternehmen. Bei mehr als 150.000 Euro beträgt er 30 % der Förderungsbasis; das sind dann die Investitionsmehrkosten, ermittelt im Vergleich mit einem kontrafaktischen Szenario.
Die Rahmenbedingungen: Die Investitionskosten müssen mindestens 10.000 Euro betragen und unter 1,0 Mio. Euro liegen, die CO₂-Einsparung muss mindestens vier Tonnen pro Jahr betragen, die Maßnahme muss überwiegend betrieblich genutzt werden. Die Förderung ist mit 750 Euro pro eingesparter Tonne CO₂ und mit der im Antrag angegebenen benötigten Förderung begrenzt. Einen Zuschlag von 5 % (maximal 10.000 Euro) für EMAS-zertifizierte Unternehmen führt das Informationsblatt nur bei Investitionskosten von mehr als 150.000 Euro und im Sonderfall eindeutig abgrenzbarer Effizienz-Investitionen an. Verbindlich sind ausschließlich die aktuellen Unterlagen auf umweltfoerderung.at.
Free Cooling: Förderung über „Energiesparmaßnahmen“
Die KPC beschreibt Free-Cooling-Anlagen als Kältebereitstellung ohne Einsatz von Kältemitteln in Kompressionskältemaschinen, mit geringerem Endenergiebedarf als herkömmliche Kälteanlagen. Das Informationsblatt nennt als Beispiel Systeme auf Basis von Grund-, Fluss- oder Brunnenwasser.
Zu den förderungsfähigen Kosten zählen bei Free-Cooling-Systemen Wärmetauscher, die primärseitige Einbindung, Kältespeicher und die Kältequelle (zum Beispiel Erdsonden), dazu Planung und Montage. Nicht förderungsfähig sind die Quellenerschließung (zum Beispiel Brunnen oder Tiefenbohrung) und Anlagenteile, die auch für eine andere Nutzung vorgesehen sind, etwa als Wärmequelle für eine Wärmepumpe. Ebenfalls nicht förderungsfähig sind Rückkühler mit Free-Cooling-Funktion, die für den Betrieb von Kompressionskälteanlagen notwendig sind, und der betriebsgewöhnliche Anlagentausch.
Prozesskälte und Ad-/Absorptionskälte: bis 2025 im eingestellten Programm
Bis zu seiner Einstellung per 30. Juni 2025 förderte das Programm „Klimatisierung und Kühlung“ neben Free-Cooling-Systemen auch Adsorptions- und Absorptionskältemaschinen sowie den Austausch von Prozesskälteanlagen im Bestand auf Kältemittel mit einem GWP unter 150 — mit bis zu 15 % der förderungsfähigen Investitionskosten. Im Informationsblatt „Energiesparmaßnahmen“ (Version 04/2026) kommen Ad-/Absorptionskältemaschinen und der Austausch von Prozesskälteanlagen nicht vor; der betriebsgewöhnliche Anlagentausch ist dort als nicht förderungsfähig angeführt. Wie der Tausch ohne diese Förderung geplant wird, steht unter Kälteanlage erneuern. Kältemaschinen nennt 2026 das Programm für Fernwärme- und Fernkälte-Erzeugungsanlagen (Informationsblatt Version 05/2026) — allerdings als Kälteerzeugungsanlagen zur Einspeisung in ein Fernkältenetz zur Versorgung Dritter.
Zur technischen Auslegung von Serverräumen: Serverraum kühlen — Auslegung, Redundanz, Kosten.
Wärmerückgewinnung: Wenn die Kälteanlage mitheizt
Für die Wärmerückgewinnung an Kälteanlagen gibt es in der UFI zwei Wege; welcher gilt und wann der Antrag zu stellen ist, hängt von Art und Leistung der Wärmerückgewinnung ab. Mit über 100 kW Wärmetauscher-Leistung gehört sie zum Schwerpunkt „Energiesparmaßnahmen“ — der Antrag ist also vor der Umsetzung zu stellen. Bis 100 kW gilt ein eigenes Programm mit Pauschalen. Dessen Informationsblatt (Version 10/2025) zählt bei den Kälteanlagen Kühl- und Tiefkühlanlagen, Prozesskälte- und Klimaanlagen sowie Wärme-Kälte-Verbundsysteme auf.
Im Programm bis 100 kW wird der Antrag nach der Umsetzung gestellt, spätestens sechs Monate nach Rechnungslegung. Die Pauschale beträgt 160 Euro je kW für die ersten 30 kW und 80 Euro für jedes weitere kW unter 100 kW; die Förderung ist mit 30 % der Investitionskosten für Material, Montage und Planung begrenzt und wird als De-minimis-Beihilfe ausbezahlt. Voraussetzung ist unter anderem, dass die Leistung des Wärmetauschers unter 100 kW (thermisch) liegt und keine Wärmepumpe zur Erschließung der Abwärme eingesetzt wird. Nicht förderungsfähig sind unter anderem der betriebsgewöhnliche Anlagentausch und die Wärmeverteilung im Gebäude.
Investitionsfreibetrag 2026: befristet 20 bzw. 22 %
Den Investitionsfreibetrag (IFB) gibt es seit 2023. Regulär beträgt er 10 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten, im Bereich Ökologisierung 15 %. Für Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die nachweislich auf den Zeitraum nach dem 31. Oktober 2025 und vor dem 1. Jänner 2027 entfallen, beträgt er befristet 20 % bzw. 22 % im Bereich Ökologisierung. Der IFB kann bei Wirtschaftsgütern des abnutzbaren Anlagevermögens als Betriebsausgabe geltend gemacht werden, und zwar nur im Jahr der Anschaffung oder Herstellung; die Absetzung für Abnutzung wird dadurch nicht berührt.
Ein Rechenbeispiel mit einem frei angenommenen Betrag (kein Richtwert und kein Preis): Angenommen, eine GmbH hat 2026 Anschaffungskosten von 60.000 Euro netto für ein Wirtschaftsgut, für das der allgemeine IFB von 20 % zusteht. Dann ergibt sich eine Betriebsausgabe von 12.000 Euro; bei 23 % Körperschaftsteuer entspricht das rechnerisch 2.760 Euro. Die Eckpunkte: Der IFB kann höchstens von Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 1 Mio. Euro im Wirtschaftsjahr geltend gemacht werden. Das Wirtschaftsgut muss eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren haben; scheidet es vor Ablauf von vier Jahren aus dem Betriebsvermögen aus, ist der IFB grundsätzlich nachzuversteuern. Bei Pauschalierung steht der IFB nicht zu, ebenso wenig für gebrauchte Wirtschaftsgüter.
Zwei Fragen gehören zur steuerlichen Beratung. Erstens: Wirtschaftsgüter, für die § 8 EStG eine Sonderform der Absetzung für Abnutzung vorsieht — das sind insbesondere Gebäude —, sind vom IFB ausgeschlossen. Ausgenommen von diesem Ausschluss sind laut § 11 Abs. 3 Z 2 EStG unter anderem Wärmepumpen, Fernwärme- bzw. Kältetauscher und Mikronetze zur Wärme- und Kältebereitstellung in Zusammenhang mit Gebäuden. Das Wort „Klimaanlage“ kommt in § 11 EStG nicht vor; wie eine konkrete Anlage einzuordnen ist, ist im Einzelfall zu klären. Zweitens der Öko-Satz von 22 %: Die Öko-IFB-Verordnung führt die begünstigten Gruppen an. Klimaanlagen, Kälteanlagen oder Wärmepumpen sind darin nicht als eigene Gruppe genannt. Genannt sind unter anderem Wirtschaftsgüter, für die die KPC eine Förderung nach dem Umweltförderungsgesetz oder dem Klima- und Energiefondsgesetz gewährt oder für die plausibilisiert wird, dass die inhaltlichen Voraussetzungen für eine Förderung vorliegen. Ob der Öko-Satz für eine bestimmte Anlage in Betracht kommt, klärt die steuerliche Beratung.
GWG, AfA und Vorsteuer in Kürze
Neben dem IFB gelten die allgemeinen Regeln. Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 1.000 Euro je einzelnem Anlagegut können als geringwertiges Wirtschaftsgut sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden; steht der Vorsteuerabzug zu, ist die Grenze netto zu verstehen. Für sofort abgesetzte geringwertige Wirtschaftsgüter gibt es keinen IFB. Darüber wird gleichmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben (AfA). Sie ist für den Einzelfall zu schätzen; für Betriebs- und Geschäftsausstattung nennt das Unternehmensserviceportal zehn Jahre als üblich. Wird das Wirtschaftsgut im Wirtschaftsjahr nicht mehr als sechs Monate genutzt, ist nur der halbe Jahresbetrag abzusetzen. Der Umsatzsteuersatz beträgt 20 %; Unternehmer können die in einer Rechnung gesondert ausgewiesene Steuer für Leistungen an ihr Unternehmen als Vorsteuer abziehen — nicht aber, soweit sie die Gegenstände zur Ausführung steuerfreier Umsätze verwenden. Mehr dazu: Klimaanlage steuerlich absetzen: GWG, AfA & Vorsteuer.
Landesförderungen: kombinierbar, aber Bundesland-Sache
Die Kombination einer Bundesförderung mit einer zusätzlichen Landesförderung ist möglich; die Bundesländer können bis zur EU-beihilfenrechtlich zulässigen Obergrenze zusätzliche Förderungen vergeben. Für einige Bundesländer wickelt die KPC Anschlussförderungen ab — in diesen Fällen ist keine gesonderte Einreichung bei einer Landesförderungsstelle notwendig. Für Programme, die die Länder selbst abwickeln, ist die zuständige Landesförderungsstelle die Anlaufstelle.
Ein Beispiel ist Oberösterreich: Das Land stockt die Bundesförderung „Energiesparen in Betrieben“ auf, Basis sind 25 % der Bundesförderung. Voraussetzung ist, dass das Ansuchen von der KPC positiv beurteilt ist; das Programm läuft von 1. Jänner 2023 bis 31. Dezember 2026 und nach Maßgabe der vorhandenen Mittel. Auf der Landesseite ist unter anderem die Wärmerückgewinnung an Kälteanlagen über 100 kW Wärmetauscher-Leistung genannt (Abruf 05.11.2026); Free Cooling ist dort nicht ausdrücklich angeführt (Abruf 02.10.2026). Zu den übrigen Bundesländern treffen wir hier keine Aussage — Auskunft gibt die jeweilige Landesförderungsstelle. Nicht für Betriebe, sondern für Gemeinden gedacht ist die Hitzeschutz-Förderung für Kindergärten und Volksschulen in Kärnten.
Antrag richtig timen: vor der Bestellung oder nach der Umsetzung
Im Schwerpunkt „Energiesparmaßnahmen“ muss der Antrag vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Leistungen (ausgenommen Planungsleistungen), vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung gestellt werden, die die Investition unumkehrbar macht; der früheste dieser Zeitpunkte ist maßgebend. Anträge können ausschließlich online eingebracht werden. Die Bestimmung bezieht sich laut KPC auf jene Anlagenteile und Leistungen, die für den Umwelteffekt des Projekts zwingend notwendig sind: Sie dürfen vor der Einreichung weder rechtsverbindlich bestellt noch geliefert sein. Planungen vor diesem Zeitpunkt sind zulässig. Der Zeitpunkt der Bestellung ist schriftlich nachzuweisen. Nach Eingang des Antrags bei der KPC kann mit der Umsetzung begonnen werden; ein Anspruch auf Förderung besteht zu diesem Zeitpunkt nicht, er ist erst mit dem Förderungsvertrag gegeben. Unvollständige Anträge müssen abgelehnt werden.
Anders bei Pauschalförderungen wie der Wärmerückgewinnung bis 100 kW: Dort wird der Antrag nach der Umsetzung gestellt, spätestens sechs Monate nach Rechnungslegung.
Zum Nachweis der Angemessenheit der Kosten sind bei der Einreichung Angebote erforderlich. Zum Zeitpunkt der Endabrechnung ist für alle wesentlichen Anlagenteile und Kostenpositionen jeweils mindestens ein Vergleichsangebot vorzulegen; kann die Angemessenheit nicht festgestellt werden, werden die betroffenen Investitionskosten gekürzt oder gestrichen. Bei Programmen mit Förderungspauschalen müssen keine Vergleichsangebote vorgelegt werden. Die Frist für die Endabrechnung ergibt sich aus dem Förderungsvertrag.
Fazit: Was 2026 belegt ist
Das UFI-Programm „Klimatisierung und Kühlung“ wurde per 30. Juni 2025 eingestellt; auf der Programmübersicht der KPC für Betriebe ist unter den laufenden Programmen keines mit „Klimatisierung“ oder „Kühlung“ im Titel angeführt (Abruf 02.10.2026). In der UFI können 2026 Free-Cooling-Systeme über den Schwerpunkt „Energiesparmaßnahmen“ und die Wärmerückgewinnung an Kälteanlagen gefördert werden — je nach Programm mit Antrag vor der ersten Bestellung oder nach der Umsetzung. Die Wärmepumpenförderung ab 100 kW schließt Split-Klimageräte ausdrücklich aus. Auf der Steuerseite beträgt der Investitionsfreibetrag für Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 31. Dezember 2026 befristet 20 bzw. 22 % statt regulär 10 bzw. 15 %; ob und mit welchem Satz er für eine konkrete Anlage zusteht, klärt die steuerliche Beratung. Angebote für Ihr Vorhaben können Sie über die Anfrage für Betriebe einholen.
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben ohne Gewähr; Förderbedingungen und Steuerrecht können sich ändern. Verbindlich sind ausschließlich die aktuellen Richtlinien der Förderstellen (umweltfoerderung.at) bzw. die geltende Rechtslage. Dieser Beitrag ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Gibt es 2026 einen Bundeszuschuss für eine neue Split-Klimaanlage im Betrieb?
Auf der Programmübersicht der KPC für Betriebe ist unter den laufenden Programmen keines mit „Klimatisierung“ oder „Kühlung“ im Titel angeführt (Abruf 02.10.2026). Das UFI-Programm „Klimatisierung und Kühlung“ wurde per 30. Juni 2025 eingestellt; Kompressionskälteanlagen zur Klimatisierung und Split-Klimageräte waren dort nicht förderungsfähig. Die Wärmepumpenförderung ab 100 kW schließt Split-Klimageräte ausdrücklich aus.
Wie hoch ist die UFI-Förderung für Free Cooling?
Free-Cooling-Systeme können über den UFI-Schwerpunkt „Energiesparmaßnahmen“ gefördert werden (Informationsblatt Version 04/2026). Bei förderungsfähigen Investitionskosten bis 150.000 Euro beträgt der Fördersatz 15 % der Förderungsbasis für Großunternehmen, 20 % für mittlere und 25 % für kleine Unternehmen; darüber 30 % der Investitionsmehrkosten. Die Investitionskosten müssen mindestens 10.000 Euro betragen und unter 1,0 Mio. Euro liegen, die CO₂-Einsparung muss mindestens vier Tonnen pro Jahr betragen. Die Förderung ist mit 750 Euro pro eingesparter Tonne CO₂ begrenzt.
Wann muss der UFI-Förderantrag gestellt werden?
Im Schwerpunkt „Energiesparmaßnahmen“ vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Leistungen (ausgenommen Planungsleistungen), vor Lieferung und vor Baubeginn — der früheste dieser Zeitpunkte ist maßgebend. Das bezieht sich auf die Anlagenteile und Leistungen, die für den Umwelteffekt zwingend notwendig sind. Bei Pauschalförderungen wie der Wärmerückgewinnung bis 100 kW wird der Antrag nach der Umsetzung gestellt, spätestens sechs Monate nach Rechnungslegung.
Was bringt der Investitionsfreibetrag 2026?
Für Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die auf den Zeitraum von 1. November 2025 bis 31. Dezember 2026 entfallen, beträgt der IFB befristet 20 % (allgemein) bzw. 22 % (Ökologisierung) statt regulär 10 bzw. 15 %. Er kann höchstens von Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 1 Mio. Euro im Wirtschaftsjahr geltend gemacht werden. Die Behaltefrist beträgt vier Jahre; bei Pauschalierung steht der IFB nicht zu.
Fördert die UFI den Austausch einer alten Kälteanlage?
Das eingestellte Programm „Klimatisierung und Kühlung“ förderte bis 30. Juni 2025 den Austausch von Prozesskälteanlagen im Bestand. Im Informationsblatt „Energiesparmaßnahmen“ (Version 04/2026) kommt der Austausch von Prozesskälteanlagen nicht vor; der betriebsgewöhnliche Anlagentausch ist dort als nicht förderungsfähig angeführt.
Gibt es Landesförderungen für betriebliche Kälte- und Klimaprojekte?
Die Kombination einer Bundesförderung mit einer zusätzlichen Landesförderung ist bis zur EU-beihilfenrechtlich zulässigen Obergrenze möglich. Für einige Bundesländer wickelt die KPC Anschlussförderungen ab; sonst ist die zuständige Landesförderungsstelle die Anlaufstelle. Ein Beispiel: Oberösterreich stockt die Bundesförderung „Energiesparen in Betrieben“ bis 31. Dezember 2026 auf, unter anderem für Wärmerückgewinnung an Kälteanlagen über 100 kW Wärmetauscher-Leistung.
- KPC — Informationsblatt Energiesparmaßnahmen in Betrieben und Gemeinden, Version 04/2026
- KPC — Programmseite „Klimatisierung und Kühlung“ (Beleg der Einstellung per 30.06.2025)
- KPC — Informationsblatt Klimatisierung und Kühlung, Version 05/2025 (eingestelltes Programm, nur zum früheren Stand)
- KPC (veröffentlicht von der WKO Niederösterreich) — Präsentation „Umwelt- und Energieförderungen. Förderausblick 2026“, ohne Datum
- KPC — Programmübersicht „Betriebe“, ohne Datum
- KPC — Informationsblatt Wärmepumpen ≥ 100 kW thermische Leistung, Version 04/2026
- KPC — Informationsblatt Kesseltausch – Erneuerbare Wärmeerzeugung < 100 kW, Version 06/2026
- KPC — Informationsblatt Wärmerückgewinnung bei Kälte- und Lüftungsanlagen (< 100 kW), Version 10/2025
- KPC — Informationsblatt Erzeugungsanlagen für Fernwärme und Fernkälte, Version 05/2026
- KPC — Informationsblatt Antragstellung, Version 04/2026
- KPC — Informationsblatt Endabrechnung, Version 04/2026
- RIS — § 11 EStG 1988 (Investitionsfreibetrag), Fassung in Kraft seit 22.07.2023
- RIS — BGBl. I Nr. 79/2025 (befristete Erhöhung des Investitionsfreibetrags), ausgegeben am 3. November 2025
- USP (BMF) — Investitionsfreibetrag, letzte Aktualisierung 1. Jänner 2026
- RIS — Öko-IFB-VO, BGBl. II Nr. 155/2023, ausgegeben am 24. Mai 2023
- RIS — § 13 EStG 1988 (Geringwertige Wirtschaftsgüter), in Kraft seit 01.01.2023
- USP (BMF) — Geringwertige Wirtschaftsgüter, letzte Aktualisierung 1. Jänner 2026
- RIS — § 7 EStG 1988 (Absetzung für Abnutzung), in Kraft seit 25.07.2020
- USP (BMF) — Abschreibung, letzte Aktualisierung 1. Jänner 2026
- RIS — § 22 KStG 1988 (Steuersätze), in Kraft seit 01.01.2026
- RIS — § 10 UStG 1994 (Steuersätze), in Kraft seit 01.07.2026
- RIS — § 12 UStG 1994 (Vorsteuerabzug), in Kraft seit 01.01.2025
- Land Oberösterreich — Energiesparen in Betrieben / Effiziente Energienutzung (Programmperiode 2023–2026)


