Geschlossener Kreislauf aus Verdichter, Verflüssiger, Expansionsorgan und Verdampfer, in dem das Kältemittel Wärme transportiert.
Das Kältemittel verdampft bei niedrigem Druck im Verdampfer und nimmt dabei Wärme auf, wird im Verdichter verdichtet und gibt die Wärme im Verflüssiger wieder ab; das Expansionsorgan senkt den Druck wieder ab. Beim Split-Gerät liegt im Kühlbetrieb der Verdampfer innen und der Verflüssiger außen; ein Vierwegeventil kann die Flussrichtung umkehren und so zwischen Kühlen und Heizen umschalten – auch zum Abtauen.
In der Praxis
Wer das Prinzip kennt, versteht, warum dieselbe Anlage kühlen und heizen kann.
Quellen (4)
Arbeitsmedium im geschlossenen Kreislauf der Klimaanlage, das beim Verdampfen Wärme aufnimmt und beim Verflüssigen wieder abgibt.
Kältemittel transportieren die Wärme zwischen Innen- und Außengerät. Sie unterscheiden sich im Treibhauspotenzial (GWP) und in der Sicherheitsgruppe nach EN 378/ISO 817, etwa A1 (nicht brennbar), A2L (brennbar, aber schwer entflammbar) oder A3 (leicht entflammbar). Viele gängige Kältemittel sind fluorierte Treibhausgase und fallen unter die EU-F-Gas-Verordnung.
In der Praxis
Welches Kältemittel ein Gerät verwendet, beeinflusst Klimawirkung, Sicherheitsanforderungen am Aufstellort und künftige Verfügbarkeit.
Quellen (2)
Zwei Rohrleitungen, die Innen- und Außengerät verbinden und das Kältemittel im Kreislauf führen.
Die Kältemittelleitungen bilden zusammen mit den Geräten einen geschlossenen Kreislauf. Sie werden meist gebündelt und gemeinsam mit der Kondensatleitung durch einen Wanddurchbruch geführt. Weil dabei ein Kältekreis hergestellt wird, ist der Anschluss Sache eines zertifizierten Betriebs.
In der Praxis
Der Leitungsweg bestimmt Optik (sichtbarer Kabelkanal oder verdeckt) und Montageaufwand.
Quellen (2)
Verdeckt eingebautes Innengerät, das die Luft über Kanäle und Gitter in einen oder mehrere Räume verteilt.
Kanalgeräte werden in Zwischendecken, Deckenvorsprünge oder Verkleidungen integriert; sichtbar sind nur die Luftgitter bzw. Lüftungsschlitze. Das ist optisch unauffällig, die Installation ist aber – besonders bei Nachrüstung – aufwendiger und teurer als bei einem Wandgerät.
In der Praxis
Kommt vor allem in Frage, wenn keine Geräte sichtbar sein sollen und eine Verkleidung oder Zwischendecke vorhanden ist bzw. ohnehin errichtet wird.
Quellen (2)
Innengerät, das in eine abgehängte Decke eingebaut wird; sichtbar bleibt nur die Blende mit den Luftauslässen.
Das Gerät selbst sitzt oberhalb der Deckenebene. Das spart Platz an Wand und Boden, setzt aber ausreichend Raum über der Decke voraus.
In der Praxis
Geeignet, wenn eine Zwischendecke vorhanden ist oder ohnehin eingebaut wird.
Quellen (2)
Wasser, das beim Kühlen am Innengerät aus der Raumluft kondensiert, und die Leitung, die es ableitet.
Beim Kühlen wird der Taupunkt am kalten Wärmetauscher häufig unterschritten, Wasserdampf kondensiert. Dieses Kondensat wird über eine Kondensatleitung mit Gefälle in der Regel nach außen oder in einen Abfluss geführt. Die Leitung darf nicht verstopfen und sollte regelmäßig kontrolliert werden.
In der Praxis
Beim Planen muss klar sein, wohin das Kondensat abläuft; ist kein Gefälle möglich, braucht es eine Kondensatpumpe.
Quellen (4)
Kleine Pumpe, die das Kondensat abführt, wenn es nicht mit natürlichem Gefälle ablaufen kann.
Liegt der Ablauf höher als das Innengerät oder lässt sich die Leitung nicht mit Gefälle verlegen, kann das Kondensat nicht von selbst abfließen. Eine Kondensatpumpe fördert es dann zum Ablauf, auch nach oben. Manche Innengeräte haben sie bereits eingebaut, andernfalls kann eine separate Pumpe ergänzt werden.
In der Praxis
Wenn möglich ist ein Ablauf mit Gefälle vorzuziehen; eine Pumpe ist ein zusätzliches Bauteil und sollte bei der Wartung mitgeprüft werden.
Quellen (3)
Die Wärmemenge, die ein Raum bei Hitze abgeführt bzw. bei Kälte zugeführt bekommen muss, um die gewünschte Temperatur zu halten.
Die Kühllast ergibt sich aus Wärmeeinträgen von außen (Sonne, Außenluft, Bauteile) und innen (Personen, Geräte, Beleuchtung). Die Heizlast wird in Österreich nach ÖNORM EN 12831-1 als Wärmezufuhr unter Norm-Außenbedingungen berechnet. Beide Werte sind die Grundlage für die richtige Gerätegröße.
In der Praxis
Eine Berechnung durch den Fachbetrieb ist verlässlicher als eine m²-Faustregel, besonders bei Dachgeschoß, großen Glasflächen oder Heizbetrieb.
Quellen (2)
Wärmemenge pro Zeit, die ein Klimagerät einem Raum entziehen kann, angegeben in Kilowatt (kW).
Die Kühlleistung ist nicht der Stromverbrauch, sondern die abgeführte Wärmeleistung. Das Verhältnis von Kühlleistung zu elektrischer Leistungsaufnahme ergibt den EER. Die passende Leistung richtet sich nach der Kühllast des Raums – zu große Geräte schalten häufig ein und aus, zu kleine brauchen lange zum Abkühlen.
In der Praxis
Die Kühlleistung sollte anhand der Kühllast gewählt werden, nicht nach Faustregel „je größer, desto besser“.
Quellen (2)